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Autor: Iris Kurmis | 02.10.2017

coaching Berlin

Coaching nach Schulz von Thun

  1. Vier-Ohren-Modell
  2. Kommunikationsmodell

Humanistisch systemisches Coaching

Humanistischer Ansatz

Der humanistische Ansatz geht von einem positiven Menschenbild aus. Demnach trägt jeder Mensch in sich die Anlage und das Bedürfnis, zu lernen, sein Selbst zu verwirklichen und sein Leben sinnvoll zu gestalten. Dieser Ansatz und die damit verbundene Annahme, dass alle Menschen hohe Fähigkeiten und Lösungskompetenzen haben, führen zu einer akzeptierenden und wertschätzenden Haltung des Coaches gegenüber dem Klienten und sorgen dafür, dass das Coaching auf Augenhöhe stattfindet.

Systemischer Ansatz

Eine systemische Herangehensweise bedeutet zum einen, den Menschen im Kontext seiner Umwelt zu berücksichtigen. Menschen sind demnach in die Gesellschaft als soziales System eingebunden und mit ihren kulturellen Mustern, Strukturen und Regeln konfrontiert. Gleichermaßen können Menschen selbst als psychische Systeme verstanden werden, die im Aneignungsprozess der gesellschaftlichen Strukturen eigene Denkweisen und Verhaltensmuster entwickeln.

Bedeutung für das Coaching

Für das Coaching bedeutet das, dass familiäre Erfahrungen, Lebensereignisse sowie die bisherige individuelle Bildungs- und Berufsbiographie und damit verbundenen Wünsche und Möglichkeiten mit in die Arbeit einbezogen werden. Andererseits werden gesellschaftliche Umstände, wie zum Beispiel die Entwicklungsperspektiven beruflicher Branchen, berücksichtigt. Der Klient ist Experte für seinen Weg und sein Leben, der Coach steht ihm als Experte für den Prozess und die Methoden zur Seite, wobei er sich an den persönlichen Anliegen, dem Lebenskontext und den Werten des Klienten orientiert.

Vier-Ohren-Modell

Das Kommunikationsquadrat oder auch „Vier-Ohren-Modell“ ist das bekannteste Kommunikationsmodell von Friedemann Schulz von Thun.

Kommunikationsmodell

Schulz von Thun erkannte 1981, dass wenn ich als Mensch eine Äußerung von mir gebe, damit nicht nur eine, sondern gleich vier Botschaften an meinen Gegenüber sende:

  • 1. eine Sachinformation (worüber ich informiere)
  • 2. eine Selbstkundgabe (was ich von mir zu erkennen gebe)
  • 3. einen Beziehungshinweis (was ich von dir halte und wie ich zu dir stehe)
  • 4. einen Appell (was ich bei dir erreichen möchte)

 

Er stellte diese vier Seiten einer Äußerung als Quadrat dar, wobei die Äußerung des Senders den „Vier Schnäbeln“ entstammt und dann auf die „vier Ohren“ des Empfängers trifft. Sowohl Sender als auch Empfänger sind für die Qualität der Kommunikation verantwortlich. In der Regel trägt jedoch mindestens eine der vier Seiten verstärkt dazu bei, dass die Kommunikation zwischen Sender und Empfänger nicht ohne Missverständnis verläuft.

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